
RS14-3
| Maximaldruck | 300 bar |
| Temperaturbereich | -30 °C bis 200 °C |
| Höchstgeschwindigkeit | 1 m/s |
Das RS14-3-Dichtungsgehäuse verfügt über eine Ölnut und stellt eine hochwertige, druckbeaufschlagte, einfachwirkende, vorgespannte Rotations-Gleitringdichtungsbaugruppe dar, die speziell für Hochleistungs-Drehverbindungen, Top-Drives und Hochdruck-Fluidübertragungsanschlüsse entwickelt wurde. Die mehrkomponentige Konfiguration integriert einen robusten, reibungsarmen Polymer-Dichtungszusammenbau, eine spezialisierte ineinandergreifende Anti-Extrusions-Stützbasis und einen elastomeren O-Ring-Spanner mit großem Durchmesser. Anstatt wie eine herkömmliche Radialwellendichtung zu wirken, nutzt die RS14 ihr flach abgedichtetes Mantelprofil, um eine äußerst zuverlässige axiale oder stirnseitige Fluidbarriere aufrechtzuerhalten, die eine leckagefreie Leistung unter extremen Systemdrücken und kontinuierlicher langsamer bis mittelschneller Rotation bietet.
Der leistungsstarke dynamische Mantel ist präzisionsgefertigt aus fortschrittlichen technischen Polymeren, typischerweise aus neuem Polytetrafluorethylen (PTFE), kohlenstoffgefülltem PTFE, bronzefingefülltem PTFE oder ultrahochmolekularem Polyethylen (UHMWPE). Diese Materialien bieten einen außergewöhnlich niedrigen Reibungskoeffizienten und eine hervorragende Verschleißfestigkeit. Das integrierte O-Ring-Energiefederelement ist aus einem hochelastischen Elastomer wie Nitrilkautschuk (NBR), hydriertem Nitrilkautschuk (HNBR) oder Fluorelastomer (FKM) geformt. Es sorgt für eine kontinuierliche mechanische Vorspannung, um eine Mikroabdichtung bei einem Systemdruck von Null zu gewährleisten. Die mehrstufigen Anti-Extrusions-Stützelemente sind präzise aus hochfesten thermoplastischen Verbundwerkstoffen wie Polyoxymethylen (POM) oder PEEK gefertigt und bieten eine steife geometrische Stabilität unter intensiver physikalischer Belastung. Dieser Verbundaufbau arbeitet zuverlässig in einem breiten Temperaturspektrum von -45 °C bis +150 °C (je nach Polymerauswahl bis zu +200 °C) und bietet eine hervorragende chemische Beständigkeit gegen Mineralöle, aggressive synthetische Schmiermittel, Wasser-Glykol-Gemische und Bohrflüssigkeiten.
Der obere Teil des Polytzmantels verfügt über einen breiten, geschwungenen Lagersattel, der die Kontaktfläche mit dem O-Ring-Energizer maximiert. Dies gewährleistet eine gleichmäßige Übertragung von radialen und axialen Dichtkräften, ohne lokale Spannungsspitzen auf das Elastomere zu erzeugen. Die statische Basis integriert eine abgestufte, mehrstufige strukturelle Verriegelungsanordnung. Diese starren, ineinandergreifenden Säulen wirken als opfernde mechanische Barriere, die den Dichtungsspalt der Hardware vollständig überbrückt und verhindert, dass der Polymermantel unter intensiven Druckspitzen von bis zu 50 MPa kaltfließt oder extrudiert. Die reibungsarme Compound-Matrix minimiert das Reibungsmoment und den Stick-Slip-Effekt und steuert effektiv den lokalen Wärmeaufbau an der Grenzfläche während längerer, kontinuierlicher Hochdruckbetriebe.
Die druckbeaufschlagte RS14-3-Stirndichtkappe wird häufig in anspruchsvollen Mobil-, Industrie- und Ölfeld-Fluidkraftsystemen eingesetzt, bei denen Standard-Gummilippendichtungen aufgrund hoher Drücke oder schnellem abrasivem Verschleiß versagen. Sie gehört zur Standardausrüstung in großen industriellen Drehdurchführungen, Hochdruck-Hydraulikschlauchtrommeln und mehrteiligen Fluid-Drehgelenken. Darüber hinaus machen sie ihre hohe Druckaufnahmefähigkeit und strukturelle Nachführungsstabilität zu einer äußerst bevorzugten Wahl für Topdrives in Ölfeld-Bohranlagen, Hochleistungs-Bergbau-Baggern und Unterwasser-Offshore-Schiffssteuersystemen.
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